Donnerstag, 26. August 2010

Happy Birthday to me?

Schon wieder ein Jahr aelter begruesse ich euch nach etwas mehr als einer Woche wieder aus Argentinien.
Mein 16. Geburtstag liegt jetzt schon wiedr einige Tage hinter mir, aber leider habe ich es bis jetzt nicht geschafft, mich frueher zu melden, denn auf Grund des bereits erwaehnten Hundes bin ich eigentlich immer muede und auch jetzt fallen mir vor Schlaf bald die Augen noch waehrend des Schreibens zu also verzeiht mir bitte eventuelle Fehler.
Wie schon einmla erwaehnt dienen diese ja auch nur stilistischen Zwecken (und duerfen weder kopiert noch in irgendeiner Weise vervielfaeltigtb werden).
Jedenfalls habe ich nach meinem letzten Blogeintrag wieder eine anstrengende, wenn auch interessante Schulwoche verbracht, denn momentan muss ich viel lernen, da Pruefungszeit ist und ich mich bemuehe, wenn auch nicht alle, dann doch einige Arbeiten mitzuschreiben.
Nicht in allen Faechern ist diese Aufgabe leicht zu bewaeltigen, denn z.B. im Fach "Lengua" musste ich mich daran setzten, eine vier Seiten in kleinster Schrift gedruckte "Kurzgeschichte" des Autors Juan Rulfo zu lesen und ich muss zugeben, dass ich herzlich wenig verstanden habe. Die Menge des Verstandenen belief sich naemlich auf:
Es geht um eine Kuh und eine Familie.
Nachdem ich dann in der Arbeit ohne Woerterbuch (denn das hatte ich vergessen) alle Fragen beantwortet hatte, naemlich:
1. Warum der Titel der Geschichte so heisst und nicht anders (ich habe noch nicht einmal den Titel so richtig verstanden)
2. Liste die Personen auf und benenne ihre Eigenschaften (ach, es gab mehr als eine Kuh und einen Erzaehler)
3. Finden sich alle Personen mit der Armut ab? (Es ging um Armut?!)
4. Welche Bedeutung hat die Kuh fuer die Familie?

Nachdem ich also alle Fragen beantwortet hatte und mein Blatt, nun  nicht mehr weiss wie Schnee, auf dem Pult meiner Lehrerin lag, verliess ich gemeinsam mit zwei Klassenkameradinnen den Raum, die mir dann erklaerten, dass es in der Geschichte um das Problem der Prostitution wegen Armut ging...
Es kam aber auch eine Kuh vor!
Wie gerne hatte ich in diesem Moment einmal den Autor des Textes ohne Woerterbuch und DEutschkenntnisse Goethes "Faust" interpretieren lassen!

Aber mein Leben hier in Argentinien besteht nicht nur aus Schule und Blogeintraegen.
Letztes Wochenende habe ich auch einige Dinge erlebt und einen neuen Teil meiner argentinischehn Familie kennen gelernt, denn meine Tante feierte am 21. August ab 21:30 des Abends ihren Geburtstags.
Bevor wir an diesem Tag losfuhren, haben wir allerdings den von mir gebackenen Kuchen angeschnitten.
Die Sache mit dem Kuchenbacken ist hier allerdings etwas schwierig, denn fuer meinen Kuchen brauchte ich als "ungewoehnliche Zutaten" Backkakao und Backpulver, also Woerterbuch herausgesucht:
Backpulver gefunden und Bacckakao...
...nicht. Klar. Also beim Einkauf umschreiben:
Haben Sie Kakao zum Backen?
Was?
Kakao zum Backen?
Was ist das?
Na Kakaopulver, dass nicht in die Milch sondern in den Kuchen kommt.
Und wieso nimmst du kein normales Kakaopulver?
Weil ich Kuchen backen und nicht Milch trinken will.
Und was ist daran anders?
Na, Kuchen ist man und Milch trinkt man! Ne, der Unterschied ist, dass es intensiver und ungezuckter ist.
Ne, haben wir nicht.
Danke.
Kein Problem.

Doch fuer mich schon!
Letztendlich stand ich also mit Trinkkakaopulver (Was fuer ein Wort!) und Backpulver, das ausah und roch wie Trockenhefe und auf dessen Tuetchen "Natur" aufgedruckt stand in unserer Kuecje und backte einen improviesierten Blechkuchen.
Mixer an, teig fertig, Kuchen in den Ofen und Blasen werfen lassen...
Moment: Blasen werfen?! Das macht der Kuchen doch normalerweise nicht...
Egal, mit Puderzucker laesst sich alles kurieren.
Und letztendlich war es auch lecker, wie emien Gastfamilie und ich am 21. August um 7:04 fanden, denn wegen der fuenf Stunden Zeitverschiebung zwischen mir und meiner Heimat waere ich in Deutschland um diese Zeit geboren worden.
Nachdem der Kuchen angeschnitten, als lecker befunden und die Geschenke ausgepackt waren (Neue hausschuhe in Tatzenform, eine Schwimmbrille und eine Badekappe,welche im zum zweimal woechentlichen Schwimmen benoetige), fuhren wir also los in Richtung Geburtstag.
Ich persoenlich haette darauf gewettet, dass wir die letzten sind, denn wir kamen erst um Zehn Uhr des Abends am Zielort an, aber der Ort der Feier glich dem Australischen Outback.
Letztendlich kamen doch noch alle an.
An die argentinische "Puenktlichkeit" muss ich mich erst noch gewoehnen.
Es gibt nur einen Ort, an dem es mit der besagter Eigenschaft sehr genau genommen wird und das ist die Schule. Und schon wieder bilden die Argentinier eine Gegentielige Gruppe zu mir, denn in Deutschland habe ich kein grosses Priblem zur spaet zur Schule, wohl aber eins damit zu jeglichen anderen Veranstaltungen zu kommen. Aber diese Art von polariesierendem Magnetismus habe ich hier schon entdeckt und in meinen anderen Eintraegen ausfuehrlicher behandelt.

Den Geburtstag habe ich zwar schoen, aber meiner Meinung nach zu lang verbracht, auch wenn es mir gefallen hat, dass meine gesamte Familie vaeterlicherseits mir passend am 22. August 2010, dem Datum meines 16. Geburtstages gratulieren konnte.
Bis drei Uhr nachts blieben wir auf der Feier, obwohl ich schon drei tage vorher mit meinen Verwandten, Freunden und meiner Familie ausgemacht hatte, dass ich um 10:30 argentinischer Ortszeit bereit fuer Gespraeche per Skype am Computer warten wuerde.
Nach einer fuer mich sehr kurzen Nacht, denn wie gewoehnlich wachte ich auf Grund des Dackels um acht Uhr morgen gewaltsam auf. Jede freie Minute in diesem Haus verbringe ich mittlerweile damit, Mordmethoden fuer diesen Hund zu entwickeln.
Jagdtrophaee an der Wand, auf der Beerdigung nach einer Ueberdosis Schlaftabletten in Schokobonbons...
Fuer mich sind das Traumvorstellungen.
Aber ausgehalten habe ich es, denn nach ausfuehrlichen Gespraechen mit Familie und Freunden kamen meine ersten deutschen Freudne wie vereinbart um 12:00. Oh, du deutsche Puenktlichkeit!

Jedenfalls habe ich mit diesen einen sehr angenehmen Tag verbracht und zwischen den ersten Ankommenden und letzten Abfahrenden lagen Unmengen an Hamburger und Torte.
Am Tag meines Geburtstages war es, wie man auf den Bildern erkenne kann um die 28 Grad Celsius warm, so dass ich das in Buenos Aires gekaufte Kleid gleich zum ersten Mal vorfuehren konnte.
Die auf den Bildern zu sehende Torte mit Smarties (, die hier nicht Smarties heissen) wurde eigens von meiner Mutter mit viel Liebe (und viel Dulce de Leche) gebacken.
Nach diesen Tagen spuere ich schon fast,w ie die Naht meiner kleider einreisst.
Zumindest kommt es mir trotz des zweimal woechentlich stattfindenden Schwimmens so vor, als taeten sie.
Damit schliesse ich nun schon wieder anderthalb Stunden aelter mit diesem Eintrag und Wuensche euch eine schoene Zeit zum naechsten Blogeintrag,
Anja, 16 Jahre aus Argentinien
PS: Esst Kekse.

Donnerstag, 19. August 2010

Buenos Aires - Der Tango verfolgt mich

Wieder ein herzliches "Hallo" zu meinem naechsten Blogeintrag hier aus Argentinien.
Freuher konnte ich mich leider nicht melden, denn das letzte Wochenende habe ich in der Hauptstadt dieses Landes verbracht und dort, wie so oft, viel Neues gesehen und erlebt.
Letztes Wochenende Rosario, dieses Wochenende Buenos Aires, naechstes Wochenende mein Geburtstag.
Zur Ruhe komme ich hier nicht, aber traurig darum bin ich keinster Weise, denn es waere nicht das, was ich moechte, wenn ich mich zehn Monate (oder auch nur die noch verbliebenen neun) in meinen Kleiderschrank einsperre und auf den Rueckflug warte.
Nun ist schon ein Monat vergangen und doch kommt es mir nicht so vor. Zwar vermisse ich besonders wenn ich ab und zu doch einmal einen ruhigen Moment habe meine daheimgebliebene Familie und meine Freunde, doch mittlerweile habe ich mich hier auch damit schon zurechtgefunden und lerne hier jeden Tag neue Menschen kennen (von denen ich, wie es mir eigen ist, mir keinen einzigen Namen merken kann).
In meine Familie habe ich mich auch eingefunden und mein Spanisch wird immer besser.
Trotz unglaublich vieler Grammatikfehler versteht man mich hier schon recht gut, aber leider fehlen mir noch viele Vokabeln, die eigentlich zum Grundwortschatz gehoeren wollten.
Das letzte Wochenende, das ich, wie bereits erwaehnt in Buenos Aires verbracht habe, war ein sehr erlebnissreiches, wenn auch nicht immer schoenes Wochenende:
Den letzten Freitag hatte ich schulfrei (Yeah!) und habe versucht lange zu schlafen, doch wie immer kam mir das Gejaule dieses Dackels dazwischen, der mir schon seit drei Wochen auf die Nerven faellt und bei mir zu Hause schon laengst als Jagdtrophae an der Wand hinge. leider hindert mich hier die Familie an diesem Vorhaben. Nach dem Aufstehen habe ich dann irgendwann meinen Rucksack mit den noetigsten Sachen fuer drei Tage gepackt, mich einen Tag lang von einer weiteren, anstrengenden Schulwoche ausgeruht um dann um zehn Uhr des Abends  am Terminal (das ist eine Art Sammelstelle fuer Reisebusse in alle Richtungen) zu erscheinen und meine Abfahrt Richtung Buenos Aires zu geniessen.
Die meiste Zeit der Reise habe ich verschlafen, denn um ca. ein Uhr Nachts wurden meine Augenlieder schwer, woraufhin ich diese dann schloss und bis sieben Uhr morgens durchschlummerte.
Uebrigens sind die Busse wirklich sehr bequem. Die Sitze sind vergleichbar mit denen der Business-Class im Flugzeug, weshalb die Fahrt halbwegs bequem von statten ging. Dennoch fuehlte sich mein Nacken des Morgens an wie ein Brecheisen, als ich versuchte diesen aufzurichten...
Jedenfalls stieg ich mit den anderen Deutschen aus dem Reisebus aus und gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Hotel.
Buenos Aires ist eine Grosstadt und in Grosstaedten muss man immer auf seine Sachen acht geben.
Ich dachte, dass ich das getan haette, den ich habe wirklich versucht meine Augen ueberall zu haben, besonders an den Risikostellen.
Dennoch musste ich am Hotel angekommen mit entsetzen feststellen, dass mein iPod fehlte. Leider ist er auch nicht spaeter wieder aufgetaucht. Ich nehme an, dass er mir auf dem Weg zum Hotel geklaut wurde, doch ich blieb nicht das einzige Opfer, denn auf demselben Weg wurden einem anderen Maedchen umgerechnet 150 Euro aus ihrem Trolley entwendet.
Sry, das Bild ist falsch gedreht,
aber ich habe keine Lust es
nocheinmal hochzuladen...
Ich bin froh, dass  mir bei der Sache nichts passiert ist und ich die Musik auch noch auf dem mitgenommenen Laptop gespeichert habe, weshalb ich das wertvollste am iPod, naemlich die Musik auch weiterhin geniessen kann. Bald dann gluecklicherweise mit dem alten iPod meines Bruders, der mir diesen dann zuschickt (Danke, Bruderherz! Ich hab dich lieb und vermisse dich).

Nach diesem Gescheniss war ich verstaendlicherweise ersteinmal nicht mehr besonders guter Laune, aber dennnoch habe ich auch die folgenden Tage die reise genossen. Viele Sehenswuerdigkeiten wurden besichtigt, ich habe Andenken fuer meine Gastfamilie, ein Kleid, ein T-Shirt und ein Hardrockcafé T-Shirt gekauft, denn dieses beruehmte Café gibt es auch in Buenos Aires und viele Jugendliche meiner Gruppe haben sich, so wie ich, zur Erinnerung mit dem Logo-Shirt eingedeckt.
In Buenos Aires gibt es viel Handwerkskunst zu begutachten. Am letzten Tag waren wir in "La Boca", das ist ein Einwandererstadtviertel, welches, um den grauen, tristen Alltag zu erhellen, in allen bunten farben angestrichen wurde.
Aus dem ganzen ist ein richtiges Kunstwerk enstanden, in das ich mich regelrecht verliebt habe.
Weil dieses Farbenfrohe die besucher anzog, kamen Handwerks- und Kunststaende sowie Restaurants hinzu.
Jetzt ist das ganze ein Touristenbereich.
Aber ein schoener.
Auf diesem Markt habe ich mir eine Holzquerfloete gekauft. Ich mag ihren Klang, allerdings muss ich mir noch aussuchen, was ich eigentlich damit spielen will, denn Halbtonschritte gibt es leider nicht...
Aber ich greife vor, denn zwischen dem ersten und dem letzten Tag gab es schliesslich auch noch einen, den ich noch mit keinem Wort erwaehnt habe, der allerdings auch Erwaehnung verdient.
Diesen Tag haben wir im Vergnuegungspark verbracht und auch dort einigen Spass gehabt.
Achterbahn bin ich leider nicht gefahren, aber meine Lust mich zwei Stunden lang fuer eine Attraktion anzustellen hielt sich eher in Grenzen. Dennoch gab es auch andere interessante Dinge zu sehen.
Mit allen zusammen haben wir auch eine Bootstour unternommen, die uns eine ganz nette Umgebung um den Park herum offenbarte.
Abends war ich muede und habe, fuer mich sehr ungewoehnlich, eine Nacht lang trotz Strassenlaerm durchgeschlafen.
Weshalb mich der Tango verfolgt, laesst sich auch ganz einfach erklaeren, denn gerade in Buenos Aires findet man an jeder Strassenecke ein tangotanzendes Paerchen und einen Abend haben wir uns eine Tangoshow angesehen. Tanzkurs inbegriffen...
Gerade mich verfolgt also dieser Tanz.
Und meine Freunde kennen mein Tanztalent. Aber lustig war es trotzdemm, denn schliesslich war ich in diesem Raum nicht die einzige, die untalentiert im Tanzen ist.
Dienstag morgen sind wir dann (fast ganz) wohlbehalten, oder zumindest so wohlbehalten wie auch vorher, denn viele von uns sind zur Zeit erkaeltet, in Córdoba angekommen.
Diesen Tag habe ich dann fast durchgeschlafen, da sich in mir bereits eine Vorahnung von Kopfschmerz breitgemacht hatte und mit dieser Vorahnung sollte ich recht behalten, denn leider lag ich von vorgestern Abend bis gestern Mittag mit Kopfschmerzen im Bett und konnte mich kaum noch ruehren, nur leider hat meine kleine Gastschwester das Wort "Ruecksicht" auch auf Spanisch noch nicht im Woerternuch nachgeschlagen, denn an mir rumreutteln, mir etwas von den Jonasbrothers zu erzaehlen und ohne Unterbrechung vor dem Computer singen, der ungluecklicherweise direkt vor unserem Zimmer steht zeugen ehrlich gesagt nicht gerade von stark ausgepraegtem Fingerspitzengefuehl, aber (Spongebob sei Dank) habe ich diese Zeit jetzt auch ueberstanden udn konnte nach sechs tagen Abstinenz wieder wohlbehalten in meine Schule zuueckkehren.
Ein Punkt muss als letzter noch erwaehnt sein:
Sich als (natur)blondes Maedchen in Argentinien aufzuhalten ist gewoehnungsbeduerftig, denn staendig kriegt man von fremden Maennern Einladungen zum trinken oder handynummern zugerufen, wenn man ueber eine groessere Strasse lauft.
In Buenos Aires wurde ich von drei verschiedenen Maennern "Barbie" genannt, desweiteren hat ein Souvenirverkaeufer in einem Geschaeft versucht mir seine Handynummer anzudrehen, als ich etwas kaufen wollte, zwei weiterer Verkaufer haben mir voller Begeisterung staendig zugezwinkert als ich in einem anderen laden stand und mittlerweile wurden mir schon zweimal aus Autos Dinge zugerufen, die ich aber (gluecklicherweise) nicht verstanden habe.
Ansonsten geht es mir aber gut hier und ich hoffe, dass es bei meinen Daheimgebliebenen auch der Fall ist, wenn nicht: "Kopf hoch, wird schon wieder!"
In Erwartung auf genausoviele Kommentare wie beim letzten Mal,
Anja

PS: Es wird waermer! Man kann sich mittlereweile auch nur mit T-Shirt und Sweatshirtjacke aus dem Haus trauen, ohne gleich als Einsstatue zum naechsten Eishauerwettbewerb gebracht zu werden...

Sonntag, 8. August 2010

Zu einigen Dingen


Ich befinde mich seit nunmehr drei Wochen auf argentinischem Boden und habe seit mehr als einer Woche keinen neuen Post mehr verfasst. Dafuer moechte ich mich ersteinmla entschuldigen, allerdings werdet ihr natuerlich im Folgenden Erfahren, wie genau es dazu gekommen ist.
Mein letzter Beitrag endete letzte Woche Freitag und seitdem habe ich viel Neues sehen und erleben duerfen.
Das Wochenende und den schulfreien Montag habe ich recht ruhig verbracht, wenn man von dem Samstag im Zentrum zwecks Schulunifornkaufes absieht.
Ruhig ging es da naemlich nicht zu, bis ich die passenden Schuhe gefunden habe.
Vorgeschrieben sind von der Schule schwarze Mokassins, die zu der restlichen Uniform getragen werden muessen. Derartige Schuhe besass ich allerdings nicht und daher musste ich mir welche kaufen.
Wenn man schon einmal mit mir Schuhe kaufen war, weiss man, dass das schon ohne Vorschrift ein schwieriges Unterfangen ist. So wurde die Schwierigkeitsstufe noch zweimal hoeher gesetzt.
Nun kenne ich in etwa fuenfzehn Schuhgeschaefte Córdobas und weiss wenigstens, wie man nach passenden Schuhen fragt.
Die Schuhgeschaefte, die die Anfrage nach Mokassins in Schuhgroesse vierzig verneinten, habe ich in diese Zahl nicht mit einbezogen, da ich dort keine Schuhe anprobiert habe. Mitgerechnet, liegt die Zahl nicht bei fuenfzehn, sondern bedeutend hoeher.
Wenn ich zusammen mit meinem Gastvater, der mich netterweise begleitete, ein Schuhgeschaeft betrat, spielte sich meistens Folgende Szene ab (Text uebersetzt auf Deutsch):
Gastvater: Hallo, guten Tag, wie geht es Ihnen? (So begruesst man sich hier) 
Verkaufer: Hallo, guten Tag, wir geht es Ihnen (, denn auf die Frage nach dem befinden antwortet man hier nicht, und wenn doch, wird man seltsam angesehen. Es scheint hier niemanden zu interessieren, wie es einem geht, aber ich konnte mir noch nicht abgewoehnen zumindest mit einem "gut" zu antworten)
Gastvater: Wir suchen schulische Schuhe (woertlich uebersetzt von "zapatos colegial"), schwarz, in Groesse 39/40, haben sie so etwas hier?

Verkaeufer: (1. Moeglichkeit) Nein, tut mir leid, in braun vielleicht, aber eigentlich verkaufen wir eher Schuhe fuer schickere Anlaesse...
Gastvater: Trotzdem danke fuer ihre Muehe, koennen Sie mir denn ein Geschaft empfehlen, dass derartige Schuhe fuerhrt?
Verkaeufer: Ja, natuerlich, suchen sie mal einen Block geradeaus, drei Bloecke links auf der rechten Seite (,denn
die argentinischen Grossstaedte sind in quadratische Bloecke eigeteilt)
Gastvater: Danke und guten Tag.
Verkaeufer: Danke und guten Tag

Verkaeufer: (2.Moeglichkeit): Ja, einen Moment bitte, ich hole sie aus dem Lagerraum...
Gastvater: Danke (,denn "Gracias" (fuer Eva: d.h. Danke) ist noch vor "Si" und "No" (fuer Eva: d.h. Ja und Nein) das meist gebrauchte Wort, der Vereinfachunghalber, werde ich allerdings im Folgenden einige "Gracias" entfallen lassen)
Verkaeufer: (fuenf Minuten spaeter aus dem Lagerraum zurueckgekehrt)
Hier sind die Schuhe.

Nun packt er entweder ein pasr sehr haessliche Schuhe aus, die mir nicht passen, oder er packt ein Paar sehr schoene Schuhe aus, die mir ebenfalls nicht passen, weil, wie immer, mein kleiner Zeh zu lang ist und ich die Schuhe eine Nummer Groesser brauche, die aber natuerlich leider nicht im Lager vorhanden ist oder die Schuhe viel zu gross sind sie es aber im lager keine Nummer kleiner mehr gibt.)
Gastvaters:  Haben sie diese Schuhe vielleicht eine Nummer kleiner/groesser
(An diese Frage schliesst sich wieder Moeglichkeit Nummer eins an, die ich an dieser Stelle nicht noch einmal wiederholen brauche, da man Dank der modernen Errungenschaft des Internets einfach wieder ein Stueckchen hochscrollt und Moeglichkeit eins wieder vor Augen hat, falls sie einem bis zum naechsten Absatz wieder entfallen ist, worum man sich anfangen sollte zu sorgen, denn in diesem Falle besitzt man ein sehr schlechtes Kurzzeitgedaechtniss oder hat den vorliegenden Text nur ueberflogen) 

Meine neuen Schul-Schuhe
Letztendlich haben wir aber trotz aller Muehen und im Angesicht unseres Schweisses ein Paar passender Schuhe gefunden, die mich mit festen Tritt durch das kommende Jahr begleiten werden.
Auf dem nebenstehenden Bild sind erwaehnte Schuhe leider schon durch den Schmutz einer Schulwoche etwas verunstaltet, dennoch sind dçsie aber sehr bequem, nur leider bei den hier herrschenden dreizehn Grad der letzten Woche etwas kalt...
Auf den etwas stressigen Schuhkauf folgte der weniger stressige Kauf der Uniform zur Vervollstaendigung derselben.
Weniger stressig, war er auf Grund der eher geringen Auswahl.
Ich mit meiner Schwester
in der Jacke der
Schuluniform
Zu den nunmehr vorhandenen Schuhen gesellten sich ein Pullover, ein Sportshirt, ein Poloshirt, eine Krawatte (die zu der bereits vorhandenen Bluse getragen werden muss) und eine warme, kuschellige Fleecejacke, die zu meinen neune Lieblingsstuecken gehoert und die ich auch ausserhalb der Schulzeit gerne trage.
Nachdem der Einkauf vollendet war, und ich, da die Einkaufspassagen in der Innenstadt gelegen sind, mit meinem Gastvater noch ungefaehr acht weitere Kirchen besichtigt hatte, die zwar zugegebenermassen ein schoenes Stueck Architektur und Kunst, aber fuer meinen Geschmack doch in etwas zu hoher Zahl vorhanden sind, fuhren wir wieder nach Hause und ich habe mich Sonntag und Montag mit einem sehr guten Buch abgegeben, dass ich allerdings durch den Stress unter der Woche erst heute beenden konnte. (Fuer diejenigen, die es interessiert: Das Buch heisst "Die toten Seelen" und ist von Nikolai Gogol, einem russicshen Schriftsteller verfasst worden. Darin geht es um einen Mann, der umherzieht und versucht, gestorbene Bauern zu kaufen, die noch in der Revisionsliste eingetragen sind und somit an den Staat verpfaendet werden koennen)
Dienstag hatte ich dann meinen ersten Schultag, von dem ich euch in den naechsten Abschnitten berichten moechte:
Dienstag morgen musste ich mich um 6:30 aus meinem warmen, kuschelligen Bett erheben, um anschliessend in einen kalten, gar nicht kuschelligen Tag hinauszugehen, was ich mit der mir allmorgendlich anhaftenden Begeisterung auch tat.
Ich legte meine Schuluniform an. erst Bluse, dann Strumphose, es folgen die Krawatte und das Rock-Kleid, fuer das es im Deutschen keinen Namen gibt, zur vervollstaendigung fehlen noch Pullover und Fleece-Jacke.
Kakao getrunken und raus geht es in die kalte Welt.
Meine Gastmutter fuhr mich und meine Gastschwester, wie sie es jeden Morgen tut, zur Schule, wo wir gemeinsam ausstiegen. Marc, den anderen Deutschen, der mit mir auf meine argentinische Schule geht, hatte ich schnell gefunden, er stand mit seinem Gastbruder, der so alt ist wie meine Gastschwester afst direkt am Eingang.
Danach wurden wir dann durch die Haende von etwa vier Leuten gegeben, die alle nicht wussten, wo wir uns beim morgendlichen Apell hinzustellen hatten.
Ja, hier wird jeden Morgen ein Apell abgehalten. Alle Schueler stehen auf dem Schulhof, in Reihen und nach Klassen sortiert und erste werden alle Klassen aufgerufen. Der vorderste Schueler ruft "Presente" (Fuer Eva: d.h. "Anwesend") und danach wird gebetet, nur murmeln hier alle so, dass ich immer noch nicht herausgefunden habe, was eigentlich gebetet wird.
Jedenfalls wurden an unserem ersten Schultag Marc und ich nach dem Aufrufen der einzelnen Klassen vorgestellt und alle Schueler starrten uns an. Ich kam mir vor wie ein Austtellungsobjekt...
Danach wurden wir ins Sekretariat gebracht, kurz vom Direktor begruesst, der uns anschliessend schon verliess und danach wurden meine Spanischkenntnisse auf die esrte Haerteprobe gestellt, die ich sehr gut ueberstanden habe, denn mit dem Sekretaer konnte ich mich ohne groessere Probleme auf Spanisch unterhalten.
Fuer Marc gestaltet sich das schon schwieriger, da seine Spanischkenntnisse noch geringer sind als meine.
Allerdings laesst sich hinzufuegen, dass mein Spanisch sich durch das einwoechige Zusammenleben mit meiner Gastfamilie schon erheblich verbessert hat und ich mittlerweile das Meiste von dem verstehe, was man mir sagt.
Der Sekretaer fragte mich, wo denn der dritte Deutsch sei, denn mit Marc und mir besucht auch noch Florian diese Schule, doch auch ioch konnte ihm nicht sagen, wo er sich aufhalte.
Danach wurde ich, obgleich eigentlich fuer die vierte Klasse vorgesehen (das entspricht in Deutschland der zehnten) war, in die fuenfte Klasse eingestuft, jedoch nach zwanzig Minuten wieder aus dieser relativ ruhigen Klasse herausgenommen und in die vierte gebracht, da Florian aufgetaucht war, der ein Jahr aelter ist als ich und somit eher in diese Stufe gehoert.
Ich folgte also dem Sekretaer, der dieses ganze Procedere vollzog, in die vierte Klasse.
Schon auf dem Flur hoerte ich Rufe, die aus der Klassenzimmertuer drangen. Ich wurde vor die auf mich sehr wild scheinende Klasse gestellt, man fragte mich nach meinem namen und wie lange ich denn bleibe, worauf ich auch auf Spanisch antwortete. danach setzte ich mich in die Klasse. Ein Platz war noch frei. In der ersten Bank, aber das kenne ich auch schon aus Deutschland.
Nachdem sich die Klasse wieder ein wenig beruhigt hatte (denn wie ich spaeter erfuhr, waren sie nur so laut, weil Marc gerade wieder aus dieser Klasse entfernt worden war, um in die dritte gebracht zu werden, wogegen sie lautstark protestiert hatten), erfuhr ich, dass mein erstes Fach an diesem Tag "Gestión" ist, was auf Deutsch in etwa mit "Fuehrungsmanagement" zu vergleichen ist.
Worum genau es dort geht, habe ich bis jetzt noch nicht ganz verstanden, was allerdings nicht an der sprachbarriere, sondern daran liegt, dass ich den Sinn des unterrichteten Stoffes noch nicht verstanden habe.
Leider ist aber Gestión meine Ausrichtung, denn hier in Argentinien wird ab der vierten Klasse der weiterfuehrenden Schule eine Spezialisierung ausgewaehlt, die mir aber von der Schule zugeteilt wurde.
Eigentlich haette ich lieber die andere der beiden an meiner Schule vorhandenen Spezialisierungen gewaeht, welche sich "Humanidades" nennt, was sich, wie ich denke selbst fuer gewisse Personen (E.) von selbst uebersetzt.
Jedenfalls habe ich bis jetzt einige erlebnissreiche Schultage hinter mir. Meine Klassenkameraden, sowie meine Lehrer, sind groesstenteils sehr nett. Unter den lehrern befinden sich faehige und nicht faehige Mennschen, wobei sich das "Faehig" allein auf die Taetigkeit des Unterrichtens, nicht aber auf den Menschen an sich bezieht.
Diese Unterscheidung kenne ich allerdings auch schon aus Deutschland.
Auf die genaueren Differenzen des Schulsystems werde ich allerdings on meinem naechsten Beitrag genauer eingehen, sonst sitze ich hier noch bis nach null Uhr am Computer und schlafe morgen in der Schule ein, was als neue Schuelerin ein fataler Fehler waere!
Am Wochendende und nach einer Erlebnissreichen Woche, bin ich nun dieses Wochenende mit meiner Gastfamilie nach Rosario gefahren, da meine Gastmutter dort irgendetwas zu regeln hatte, was genau, weiss ich allerdings nicht.

Rosario ist die drittgroesste Stadt Argentiniens und mit dem Auto braucht man von Córdoba aus fuenf Stunden.
Freitag nachmittag um vier sind wir losgefahren und Samstagabend um sieben wieder zurueck. Die Nacht haben wir in einem netten Hotel verbracht. 
Am Samstag habe ich mit meinen Gastgeschwistern und meinem Gastvater die Stadt besichtigt.
Rosario ist bekannt, weil hier zum ersten Mal die argentinische Flagge gehisst worden sein soll. Daher steht hier auch ein grosses Monument, auf das man hinaufsteigen kann.
Es nennt sich "Monumento a la Bandera" (Bandera bedeutet Flagge) 
Ich habe viele schoene Fotos gemacht, nur leider dauert es immer so lange, bis diese vollstaendig hochgeladen sind, sonst wuerde ich euch noch wesentlich mehr zeigen.
Das obere Bild zeigt Rosario aus dem Monument, in dem ich mit meiner gastfamilie war.
Rosario ist eine huebsche Stadt und hat einige schoene Ecken.
An diesem tag hatten wir so gutes Wetter, dass man in der Sonne sogar nur mit T-Shirt und Jeans herumlaufen konnte.
Meine Freundinnen werden hoffentlich das T-Shirt, welches ich an diesem Tag anhatte wiedererkennen...
Ich sage jetzt Ciao (Tschau fuer Eva) und wuensche euch eine schoene Wartezeit bis zum naechsten Beitrag.
Ich habe euch lieb und eigentlich auch noch einiges zu erzaehlen, aber ich bin muede, weil der Hund mich heute morgen um acht Uhr mit seinem Gejaule geweckt hat, obwohl ich gestern nacht wegen der langen Autofahrt erst spaet ins bett gekommen bin.
Bis zum naechsten Post:
Anja aus Argentinien

Freitag, 30. Juli 2010

Der wahre Tanz

Liebe Familie, liebe Freunde, liebe Bekannte, liebe Stalker,
heute wieder:  Neue Nachrichten aus Argentinien.
Wie ich hoere, lest hier meine Erlebnisse zu Hause mit Begeisterung nach und auch mir bereitet es Spass, euch mitzuteilen, was mir hier alles geschieht.
Heute war der letzte Tag des Spanisch-Intensivkurses in Set-Idiomas und am Dienstag werde ich zum ersten Mal meine neue Schule, eine neue Klasse und eine neue Umgebung betreten, denn der Montag ist naechst Woche schulfrei, wie mir meine kleine gastschwester, die diesselbe Schule wie ich besucht, gerade mitteilte.
Was ich dort erlebe, werde ich euch dann im naechsten Blog mitteilen.
Aber zuerst, zu dem, was ich euch eigentlich letzten Blogeintrag erzaehlen wollte und weshalb ich diesem den Namen "Tango Argentino" gegeben habe...
Ihr kennt mich, an alles, was nebensaechlich ist, denke ich und das Wichtigste verliere ich aus den Augen.
Also, zurueck zur Vorbereitungswoche. Von letztem Blogeintrga, bin ich euch noch ein Bild der Empanadas schuldig. Diese Schuld kann hiermit abgetragen werden.



Empanadas sind meine neue Leidenschaft (solange sie nicht zu viel Gemuese enthalten...).
Schon die Zubereitung erfuellt mich mit Freude. Der Geruch! Und der geschmack erst! Wenn ich zueueck komme, backe ich sie fuer meine Familie. meine Freunde sind natuerlich herzlich eingeladen an diesem grandiosen Festmahl teil zu haben.
Aber auch wenn das Essen hier in Argentinien einen grossen Teil meiner Zeit in Anspruch nimmt, da ich noch nicht viel verraeterisches gemuesegruen auf meinem Teller entdecken konnte, besteht doch nicht mein ganzes Leben hier aus diesem Genuss.
Wovon ich eigentlich berichten wollte, das soll jetzt nicht wieder hintenan gestellt werden, denn es folgt genau in diesem Moment... Jetzt... Nur noch ganz kurz warten... Jetzt... Und mit Verspaetung endlich eingetroffen...
Der Tango!
Denn: Was waere Argentinien schon ohne Tango?!
Sicher, ein Land mit viel Kultur, gutem Essen, netten Leuten, wunderschoener Landschaft...
Ok, ok, ich sehe ein, dass Argentinien auch ohne Tango schoen ist, aber er gehoert dennoch dazu!
Und deshalb, haben wir waehrend der Vorbereitungswoche auch eine Tango-Show mit anschliessender Einfuehrung in diesen Tanz erleben duerfen. Ich bin zwar taenzerisch vollkommen unbegabt, die Show hat mir aber dennoch gefallen und das anschliessende "Selber-Tanzen" war unterhaltsam...
...fuer alle, die mir dabei zugeschaut haben.
Rechts ein Foto der Vortaenzer. Wow!
Aber nicht nur Tango ist hier in Argentinien bekannt und wird viel getanzt, sondern auch ein Volkstanz namens Chacarera. Sogar in den Diskos?! wird dieser tanz immer wieder gerne getanzt und es ist somit notwendig ihn zumindest in seinen Grundzuegen zu kennen.
Mir persoenlich gefaellt allerdings der tango deutlich besser, auch wenn dabei dir gefahr groesser ist, dass man seinem Gegenueber auf die Fuesse tritt, kann man ihn auch tanzen, wenn man selber die Schritte eigendlich nicht kennt, da nder tanzpartner fuehrt und somit alles vorgibt, was man koennen muss.
Wenn dieser allerdings auch nicht weiss, was er tun soll, dann sieht das Ganze so aus, wie in unserer Tangostunde...
Meine Spanischkenntnisse verbessern sich von Tag zu Tag und ich lerne jedesmal unglaublich viele neue Woerter.
An alle kann ich mich leider nicht immer erinnern, aber das Meiste merke ich mir nach mehrmaliger Verwendung durch andere Personen doch recht gut.
Nicht zuletzt verdanke ich diese Verbesserung allerdings dem Spanischunterricht, den ich die gesamte Vergangene Woche von 9:00 Uhr morgens bis um 13:30 Uhr des Mittags hatte.
ich verstehe mittlerweile schon recht viel und auch wenn ich noch nicht viel antworten kann, faellt es mir jetzt leichter.
Aber ich muss noch ueben...
Erklaert mal in einer fremden Sprache, die ihr erst seit kurzem lernt das deutsche Pfandflaschensystem!
Letztendlich habe ich es zwar geschafft, aber was ich hier fast noch meh uebe als das Spanische ist alles moegliche pantomimisch darzustellen.
Wie stellt ihr dar, dass man seinen Thunfisch nicht so gerne aus der Dose sondern lieber frisch und gebraten mag?! Ich sehe durch diesen Monitor schmunzelnde gesichter, aber ich verzweifle dabei.
Viel habe ich diese Woche eigentlich nicht gemacht. Gecshlafen, gegessen, Spanisch gelernt...
Einen Tag allerdings war ich mit meinem Gastvater in einem Shopping-Center, die hier zu Hauf existieren.
Ich brauchte neue Schuhe fuer die Schule, denn die Schuluniform schreibt vor, dass zu der Uniform, die aus
einer Mischung aus Weste und Rock, einer Bluse und einer Krawatte mit Schullogo oder einem Poloshirt mit demgleichen Logo besteht, schwarze Mokassins getragen werden mussten.
Leider habe ich bis jetzt noch keine passenden gefunden, aber spaetestens am Montag werde ich welche kaufen muessen.
Die Schuluniform hier gefaellt mir, allerdings stehe ich diesem Thema ohnehin von Grundauf positiv gegenueber, da ich persoenlich denke, dass dadurch tatsaechlich weniger Ausgremzumg ensteht und das Zusammengehoierigkeitsgefuehl gestaerlt wird.
Schuluniform hier ist nicht gerade das guenstigste, was man kaufen kann, denn allein das noetigste, kostet auf den Privatschulen, die wir von unserer Organisation aus alle besuchen, was hier in Argentinien nicht ungewoehnlich ist, oft um die 100 Euro (500 Pesos).
Ich habe Glueck, denn meine aeltere Gastschwester, die im zweiten Semester Rechtswesen und Politik studiert, hat dieselbe Schule besucht, die ich hier besuchen werde und ich darf ihre Schuluniform tragen, die mir, obwohl sie eigentlich kleiner und ein wenig schmaler als ich scheint, doch ein klein wenig gross ist.
Aber das laesst sich mit dem dazugehoerigen Guertel sehr leicht kaschieren.
Gestern habe ich einen neuen Brauch Argentiniens kennen gelernt:
Dann haben meine Eltern mehr geld uebrig, mir die reisen hier zu bezahlen, die man, mit insgesamt fuenf an der Zahl, von der hiesigen Organisation aus machen kann, um das land besser kennen zu lernen.Ich habe meine Eltern ueberreden koennen, mir alle zu gestatten, worueber ich mich sehr freue und dafuer auch nocheinmal "Danke" sagen moechte.
Ich bin schon jetzt voller Vorfreude auf die erste Reise, die bereits in zweieinhalb Wochen stattfinden wird, und mich nach Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, fuehren wird.
Uebrigens habe ich gestern einen Argentinischen brauch kennen lernen duerfen, denn hier werden am 29. eines jeden Monats in vielen Haeusern Gnocchi gegessen, und wenn man seinen Teller leer ist, und in danach hochhebt, entdeckt man zwei 25 Centavos Stuecke, die man sich nehmen darf.
Diese Centavos bekommt man allerdings auch, wenn man nicht auf isst, denn als meine Schwester und ich die Gnocchi zusammen gegessen haben, die sie selbst "gekocht" (d.h. warm gemacht und Sosse darzugetan) hat,
waren auf unseren Tellern so grosse Portionen, dass wir sie beide nicht aufessen konnten.
Die Centavos haben wir uns dennoch genommen... :-)

Ich denke, dass ich jetzt lange genug den Computer meiner armen Gastfamilie blockiert habe und es Zeit wird, diese jetzt wieder ihre Facebook-Geschafte machen zu lassen, so wie es hier fast alle Argentinier tun (selbst mein Schuldirektor hat Facebook!).
In Erwartung von vorfreudigen Gesichtern auf den naechsten Post,
die euch vermissende
Anja

Montag, 26. Juli 2010

Tango Argentino

Willkommen zu meinem naechsten Post und damit auch zu meinem ersten Post aus meiner Gastfamilie.
Da es mir einfach zu muehsam ist, jedesmal die kuerzel fuer Sonderzeichen zu gebrauchen, muesst ihr euch wohl oder uebel an ae, oe, ue und ss gewoehnen. Lesbar ist es hoffentlich auch auf diese Weise.
Wo hat eigentlich mein letzter Post aufgehoert? Ich denke bei der Stadtrundfahrt unserer deutschen Gruppe.
Dort setze ich hier auf wieder an.
Die Einfuehrungswoche hier in Córdoba, oder besser in einem Vorort der Stadt namens Rio Ceballos war merklich anstrengend. Auch wenn ich viel gelernt habe, was mir fuer meinen Auslandsaufenthalt von Nutzen sein wird, leide ich jetzt unter erhoehtem Schlafbeduerfniss. Letzte Nacht, uebrigens die erste in einem Zimmer mit meiner juengeren Gastfschwester, mit der ich mir ein Zimmer teile, habe ich ungewohnte zehn Stunden geschlafen. Diese hatte ich dringend noetig. Vier Stunden Spanischunterricht Tag fuer Tag und unglaublich viele neue Informationen, die mir alle wichtig vorkommen muessen versuchen einen gemeinsamen Platz in meinem Kopf zu finden.
Den letzten Tag im Hotel "Los Pinos", also den Tag an dem wir zum ersten Mal unseren Gastfamilien leibhaftig gegenueberstehen sollten, haben wir groesstenteils damit verbracht, Empanadas zu backen.
Eben erwaehnte Empanadas sind ein in Argentinien, gerechtfertigterweise, sehr beliebtes Gericht.
Ich zumindest esse sie sehr gerne. Empanadas sind Teigtaschen (ich bin mir nicht sicher, aber ich denke es ist eine Art Blaetterteig) mit einer Fuelung aus Hackfleisch, verschiedenen Zutaten ,wie Zwiebeln, und Gewuerzen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Arten, doch die drei bekanntesten sind die Suessen, die Pikanten und die "Arabischen". Letztere Unterscheidet sich von den beiden zuerst genannten nicht nur in Zutaten und somit auch im Geschmack, als auch in Aussehen, denn Empanadas haben eine ganz besondere Form. Die Teigfladen, die man mit dem Hackfleisch befuellt, sind kreisfoermig. Nachdem man einen Loeffel der Fuellung auf diese Teigfladen hat fallen lassen, werden diese uebereinandergefaltet, am Rand zusammengedrueckt und in verschiedenen Techniken am Rand bearbeitet, damit man von aussen erkennen kann, welche Fuellung sie beinhalten. Leider finde ich meine Kamera gerad enicht und meine "kleine Schwester" hat sich bereits schlafen gelegt, sonst wuerde ich an dieser Stelle ein Foto der vollen Empanada-Bleche hochladen. Diejemigen, die mich kennen, wissen, dass ich Essen generell sehr skeptisch gegenueberstehe. Dennoch habe ich versucht, leachelnd in meine ersten Empanadas zu beissen und ich muss sagen; Nachher viel mir das Leacheln gar nicht mehr schwer. Me gustan las Empanadas! Aber an diejenigen der Arabischen Sorte werde ich mich nie gewoehnen. Zu viel Paprika. Aber was ich fast vergessen haette:
Zurueck zum Unterschied der Arabischen von den restlichen Empanadas.
Wie letztere Zustande kommen hatte ich gerade erklaert und auch bei ersterer Sorte beginnt man mit einem runden Teigfladen und der Fuellung. Dieser Teigfladen wird dann aber im ersten Schritt zu einer Tuete zusammengefaltet und anschliessend im zweiten Schritt von der oberen zu einem Dreieck geschlossen.
Gemeinsam mit allen Deutschen im Hotel "Los Pinos" in einer Kueche zu stehen hat mir gefallen, da ich auch alleine gerne Koche und besonders viel Spass am Backen finde.
Als dann unsere Empanadas fertig waren, sassen wir voller Erwartung beisammen. Wie wird es sein? Wie soll ich reagieren? Werden sie mich ueberhaupt vesrtehen koennen?
Viele Fragen gingen mir dabei durch den Kopf. Drei Familien waren schon anwesend, als meine Gasteltern mit ihren zwei Toechtern in Begleitung einer der Organisatorinnen der Einfuehrungswoche im Tuerrahmen erschienen.  "Wer erkennt seine Gastfamilie?" fragte sie.
Obwohl ich keine gesprochene Antwort in perfektem Spanisch zum besten gab, sondern einfach nur vom Sessel vor dem Kamin aufsprang und zu meiner Familie-auf-Zeit lief, war wohl jedem Beobachter klar, dass ich mein neues zu Hause erkannt hatte.
Und sie mich dann auch... Hoffe ich...
Aber diesem ganzen Ereignis standen viele Lektionen ueber Argentinien und seine Bewohner bevor. Einiges, aber nicht alles, was ich davon mitgenommen habe, will ich euch im Folgenden mitteilen:
Argentinier sagen niemals "Nein", auch wenn sie es eigentlich gerne moechten.
Argentinier sagen niemals, was sie wirklich denken.
Argentinier vestehen keine Ironie.
Argentinier ziehen niemals zwei Tage hintereinander diesselbe Kleidung an.
Argentinier sind niemals irgendwo alleine und das Wort Privatsphaere ist ihnen vollkommen Fremd.
Argentinier laecheln, auch wenn ihnen nicht zum Laecheln zu Mute ist.
Unterwaesche wird hier von jedem eigens von Hand gewaschen.
Und zu guter Letzt die beste Nachricht:
Man braucht unglaublich viel Fingerspitzengefuehl, um mit Argentiniern umzugehen.
Na dann mal Prost!
Denn:
ich habe nicht gerade Probleme mit Ironie.
Ich sage immer "Nein", wenn ich etwas nich will.
Ich sage immer und (so gut wie) ohne Ausnahme, was ich denke.
Ich ziehe meine Hosen eigentlich immer zwei Tage hintereinander an, wenn sie nicht dreckig geworden sind.
Ich habe keine Probleme damit, mich einfach mal mit einem guten Buch alleine in mein Zimmer zu setzen.
Ich bin kein mensch, der ueber beide Ohren strahlend durch die Welt laeuft.
Meine Unterwaesche waescht meine Mutter in der Waschmaschine.
Und Fingerspitzengefuehl ist bei mir zugegebenermassen nicht in jeder Situation vorhanden.

Dennoch freue ich mich auf das kommende Jahr.
Weso? Weil ich gerade nur die Hindernisse aufgezaehlt habe, die es zu ueberwinden gilt, nicht aber Probleme!
Und Herausforderungen mochte ich schon immer.
Neben diesen Unterschieden in den Perrsoenlichkeiten der Argentinier und mir, existiert aber noch das groesste Hinderniss: Die Sprache:
mein Spanisch ist nicht gerade ueberragend, aber ich hoffe von Herzen, dass ich diese Sprache moeglichst schnell lernen werde.
Aber an dieser Stelle will ich nun mit den eigentlichen Geschehnissen hier in Argentinien fortfahren:
nachdem ich von meiner gastfamilie herzlich begruesst worden war, habe ich diesselbe zu Tisch gefuehrt, wo wir uns ein wenig unterhalten haben, bzw, wo sie auf mich eingeredet haben und meine Antworten bei "Si", "No" und "Me gusta..." blieben, bis die Empanadas vorgefuehrt wurden.
Die Empanadas haben allen (auch mir!) geschmeckt und gegen Ende half mir mein Gastvater, meinen 30kg Koffer die Treppe hinunterzuhiefen. Durch meinben Koffer lernte ich auch gleich den Freund meiner aelteren gastschwester kennen, denn meine Gastfamilie hat keinen sonderlich grossen Kofferraum und daher musste benannter Freund kommen, um meinen Koffer abzuholen.
Da meine Gastoma gleich zwei Strassen neben dem Hotel wohnt, haben wir diese gleich besucht und ich habe das erste mal in in meinem kurzen Leben "Mate" probiert. Dieser Tee ist das argentinische Nationalgetraenk und als man versuchte mir zu erklaeren, was "armado" bedeutet und daran scheiterte, gab man mir ungesuessten Mate zu trinken. Sehr gewoehnungsbeduerftig und sehr armado.
Es bedeutet bitter. Mein Gastvateer fand meinen Gesichtsausdruck wohl sehr zum lachen.
Auf dem Bild scheint mir die Sonne ins Gesicht.

Am Abend fuhren wir in mein zukuenftiges Heim und ich durfte die beiden Familienhunde kennenlernen.
Zum kleineren Hund, einem Dackel namens Maximo, wurde mir das Wort "crazy" in den Mund gelegt. Es stimmt. Dieser Hund ist durchgedreht. Aber lustig.

Da meiner Familie mein Husten sofort auffiel und ich auf wiederholtes Nachfragen antwortete, dass ich tatsaechlich Halsschmerzen habe, wurde heute morgen eine Freundin der Familie, eine Gastmutter eines anderen Deutschen und Aertztin ins Haus geholt. Mir wurde Antibiotika und eine Gurgelloesung (grrrrrrr!) verschrieben und ich hoffe, dass es mir bald besser gehen wird.
Nach dem Besuch dieser Frau durfte ich meine andere Gasstgrossmutter kennen lernen. Sie wohnt in etwa eine Autostunde von meinem Standort entfernt.
Auch sie ist eine sehr liebe Frau und ich wurde hier ueberall herzlich aufgenommen.
Bei dieser "neuen Oma" wurde heute ein Asado veranstaltet, um mir die Argentinische Art des Grillens naeher zu bringen.
Ich kann nur sagen: Lecker und bitte nicht zu viel, sonst komme ich nachher noch als Tonne wieder...

Auf der Rueckfahrt des Besuches, haben wir noch kurz bei anderen verwandten gestoppt, die mich auch noch unbedingt kennen lernen wollten. Jetzt bin ich muede, was man wahrscheinlich auch an meinem Schreibstil bemerkt...
Ich gehe jetzt gleich schlafen. Gute Nacht und denkt daran: Anja hat euch lieb!

Mittwoch, 21. Juli 2010

Fasse Fuß in den Wolken

Ersteinmal ein herzliches "Hallo" an meine Lieben.
Leider konnte ich mich nicht früher melden, was allerdings nicht am fehlenden Internet, sondern an der mangelnden Bereitschaft meines Laptops eine solche aufzubauen...
Und meine Schreibbegegeisterung an der Tastatur eines iPod touch auszuleben gestaltet sich als etwas schwierig, doch jetzt kann ich dank der Nächstenliebe einer neuen Freundin wieder Kontakt zu euch aufnehmen.
In dem folgenden Post werde ich euch meinen Flug und die ersten Eindrücke meiner neuen (fast) Heimat schildern.
Am Morgen meines Abfluges bin ich nach etwa zwei Stunden Schlaf mit geschwollenen Augen aber voller Vorfreude auf viele neue Eindrücke aus dem Bett gestiegen. Für meine Verhältnisse zeigte ich eine ungewöhnliche Menge an morgendlichem Elan. Meine Freunde wissen, dass es mir daran für gewöhnlich etwas mangelt. Wir fuhren verhältnissmäßig früh mit dem Auto nach Frankfurt ab, da der Samstag meines Fluges auch der erste Tag der nordrhein-westfälischen Sommerferien und damit Stautag war.
Obwohl ich also erst um 19:40 abfliegen sollte, saßen meine Eltern, meine Brüder und ich also um bereits elf Uhr in Erwartung einer von Stau gekennzeichneten Fahrt nach Frankfurt im Auto.
Wie sich vielleicht schon aus dem Tonfall des Textes entnehmen lässt, gerieten wir auf dem Weg zum Flughafen in keinen Einzigen Stau und waren damit viel zu früh am Ziel, wo wir dann gemeinsam bis fünf Uhr auf den Beginn des Einchecken warten durften.

Wie erwartet lief bei mir alles planmäßig und ohne weitere Verschiebungen ab.
Der Abschied von meiner geliebten Familie viel mir schwer und mir kommen bis jetzt noch Tränen in die Augen, wenn ich an diesen denke, obwohl ich natürlich weiß, dass ich sie in spätestens zehn Monaten leibhaftig und währenddessen zumindest via Internet zu Gesicht bekommen werde.
Bereits beim Einchecken habe ich die ersten Jugendlichen meiner Organisation gesehen, die ebenfalls nach Argentinien fliegen, getroffen und nach der Sicherheitskontrolle begegneten wir uns dann wieder.
Wir schienen, wie zumindest ich denke, alle etwas mitgenommen von dem Abschied, auch wenn in diesem Fall ein Abschied auch einen neuen Anfang bedeutet.
Drei von uns kamen mit leichter Verspätung aus Berlin angeflogen, um von Frankfurt aus ihre Reise mit uns nach Madrid fortzusetzen. Auch hier Verlief alles planmäßig und wir alle hoben um acht Uhr vom deutschen Boden ab, um uns zu neuen Ufern zu begeben.
Das Flugzeug, ein A340 der Fluggesellschaft LAN Chile, war den Umständen entsprechend bequem und ich bin froh, dass ich in diesem die erste größere Flugerfahrung meines Lebens gemacht habe.
Was ich am Fliegen am meisten Schätze ist, wie ich denke, der Start und die Turbulenzen. Anderen Personen wird schlecht, wenn sie nur an solche Situationen denken, ich liebe das Gefühl des Fallens und wieder aufgefangen werdens. Es macht regelrecht süchtig.
Eigentlich habe ich die seit ich klein war immer bisweilen wiederkehrenden Fall-Träume immer gehasst, doch das Fliegen bereitet mir trotz leichter Höhenangst keine Panik.
Hoch über den Wolken abgelöst vom Rest der Welt und am liebsten mit Fensterplatz könnte ich Stunden zu bringen. Immer wieder fallend um steigend.
Aber ihr leidet wiedere unter meinen euch wohlbekannten Abschweifungen, zurück zum eigentliche Thema:
Dem verlauf meinhes Fluges, zudem sich nicht viel weiteres erzählen lässt.
Alles verlief planmäßig. In Madrid verließen wir unser Flugzeug für eine Stunde, damit sowohl dieses als auch meine Gruppe auftanken konnten. Dann überquerten wir nachts mit Decken und Kissen von der Fluggesellschaft ausgestattet den Ozean, der Europa von Amerika trennt. Diesen Flug habe ich dank Oropax nahezu in seiner gesamten Länge verschlafen. Von den elf  Stunden flug habe ich nur drei mitbekommen und in diesen habe ich mir den Film "Being John Malkovich" angeschaut. Während dieses Fluges hatte jeder seinen eigenen Fernseher, mit welchem er Filme schauen, spielen und Musik hören konnte, was ich auch während des Schlafens getan habe.
Nur einmal gerieten wir in Turbulenzen, von denen ich indirekt auf Grund einer Anschnallempfehlung aufwachte. Aber besagte Turbulenzen wiegten mich im Takt der Musik schnell wieder in den Schlaf.
Nach der Landung in Santiago de Chile erfuhren wir durch Nachfragen bei der Fluggesellschaft, dass unser Flug wohl in etwa zweieinhalb Stunden verspätung haben wird. Eine sehr nette Frau erklärte uns in freundlichem Spanisch und seeeeeehr langsam, dass wir auf Kosten der Fluggesellschaft in einem betsimmten Restaurant Essen gehen könnten, was wir dann auch taten.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits die "Schinken-Käse-Schmerzgrente überschritten" und sie wurde durch das Schinken-Käse-Sandwich im Restaurant auch  nicht gerade höher gelegt. Essbar war es dennoch.
Nach dem Flug von Santiago nach Córdoba, Argentinien, der letztendlich mit ca. drei Stunden verspätung ankam, mussten wir durch die "Migracion", an der es keine wirklich großen Probleme gab und dann unsere Koffer abholen. Der Koffer eines mitreisenden Jugendlichen war abhanden gekommen.
Trotzdem: Letztendlich haben wir es am 18. Juli gegen vier Uhr geschafft, den Flughafen Córdoba zu verlassen und meine Füße das erste Mal meines Lebens über festen, argentinischen Boden laufen zu lassen.
Der Boden, auf dem ich die nächsten zehn Monate verbringen werde.
Eine freundliche Mitarbeiterin von SET ( meiner Partnerorganisation)  mit nahezu perfekten deutschkenntnissen, holte uns vom Flughafen ab und wir alle fuhren mit dem Bus zum Hotel, in dem unsere Einführung in Kultur und Sprache stattfinden sollte.
Als wir ankamen, erfuhren wir, dass wir mit unserem Flug wirklich Glück hatten, denn die Schüler der beiden anderen Organisationen (Open Doors und GLS) hatten entweder den Flug verpasst, steckten in Urugay oder Brasiilien fest oder waren schlicht und einfach ganz verschollen.
Doch, welch ein Glück, lässt sich jetzt mitlerweile sagen, dass wir allesammt wohlbehalten und mehr oder weniger Vollständig (vier Schüler hatten keinen Koffer mehr, doch spätestens heute sind alle wieder aufgetaucht) hier im Hotel angekommen.
Ich hatte bereits einige Spanischstunden, denn wir lernen hier vier Stunden am Tag  und auch in der ersten Woche bei meiner Gastfamilie werde ich noch nicht die reguläre Schule besuchen, sondern weiterhin nur Spanischunterricht erhalten. Was für Wochen!
Jedenfalls ist es hier gerade Winter und ich friere mir bei tagsüber 15° und nächtlichen 5° langsam den A***h ab. Nächste Woche solle es wieder wärmer werden und ich danke Jesus, Buddha und Spongebob herzlich dafür. Nach dem morgendlichen Spanischunterricht haben wir heute eine Stadtrundfahrt durch Córdoba unternommen. Nur um Isa und Mariechen einige Bilder zu zeigen habe ich die Qual auf mich genommen und habe in einer kurzen Pause unter gequältem Gesichtsausdruck eine der hier wie Sand am Meer verstreuten Kirchen betreten. Ich erwarte Applaus, der bis nach Argentinein dringt, meine Lieben!
Im folgenden möchte ich euch noch ein paar Bilder von Córdoba zeigen.


Jetzt habe ich euch nach diesem erschöpfenden Wortschwall fast alles mitgeteilt, was ich euch mitteilen wollte. Ich hoffe ihr freut euch auf meinen nächsten Post.
PS: Nachdem mich hier jemand auf mangelnde Rechtschreibung und Zeichensetzung hingewiesen hat, möchte ich noch mitteilen, dass diese nicht Zeichen mangelnden Verständnisses für dasselbe sind sondern rein stilistischen Zwecken dienen. Danke

Freitag, 16. Juli 2010

Packe dein Leben in einen Koffer...

Ich weiß, ich weiß: Eigentlich hatte ich vor mich erst wieder zu melden, wenn ich (hoffentlich sicher und ausgeruht) in Argentinien gelandet bin, doch in den wenigen Tagen, die jetzt zwischen den beiden Einträgen liegen, hat sich schon einiges ereignet, was es wert ist, darüber zu schreiben.
Ich habe in den letzten Tagen, trotz der fünf Stunden Zeitverschiebung, die zwischen Argentinien und Deutschland liegen, öfter via Facebook-Icq-Chatt mit meiner jüngeren Gastschwester kommuniziert.
Ich freue mich schon auf die Erfahrung einer neuen Familie und eines völlig neuen Umkreises gleichwohl ich doch in gewisser Weise auch traurig bin, meine Familie und meine Freunde hier zurückzulassen...
Jedenfalls ist heute Freitag der 16.07.2010 und mein Abflug ist auf den Abend des nächsten Tages gesetzt.
Doch bevor man fliegt, ist es natürlich unumgänglich, dass der Koffer gepackt wird. Jeder fliegende Urlauber weiß: Es ist ein Problem, alles, was man für zwei Wochen Urlaub braucht, in einen Koffer mit der Freigepäckgrenze von, in meinem Falle, 23kg zu packen. Ich muss nur eben meinen Koffer nicht nur für zwei Wochen Strandurlaub, sondern für zehn Monate Leben packen. Der Beginn eines nahezu unmöglichen Unterfangens:
Ich begann mit meiner Kleidung. Da ich eben erfahren hatte, dass in Córdoba momentan eine Kältewelle herrscht, mussten in erster Linie die wunderbar schweren Wintersachen eingepackt werden.
Danach noch Bücher. Deutsche Bücher. Vorrat für 10 Monate.
Was fehlt noch? Natürlich alles, was ich sonst noch brauche. Alles zusammen nach dem ersten Wiegen?
25kg. Zuviel. Was also herausnehmen? Ein Paar Schuhe. Meine Querflöte und ein Satz Anziehsachen ins Handgepäck, dass ebenfalls nur eine Freigepäckgrenze von 8kg hat und alles nochmal gewogen.
Mein Koffer war immer noch um einen Kilogramm zu schwer und so musste weiter umgepackt werden.
Nach zwei nervenaufreibenden Stunden und zwei Büchern, die ich schweren Herzens in Deutschland zurücklassen musste, war das Wunder  vollbracht. Exakt 23 kg im Koffer und 8kg im vollgepackten Handepäck. Eine Freude machte sich in mir breit, denn diese Hürde schien überwunden.
Doch wie sich vielleicht schon aus meiner Formulierung entnehmen lässt:
Diese Hürde schien überwunden.
Denn ein für mich recht unerwartetes Ereignis rollte gleich einer großen Wolke auf mich zu.
Ein zwar durchaus positiv zu nehmendes Ereignis, aber gleichfalls eines, das das Gewicht meines Koffers aus dem Gleichgewicht brachte.
Um etwa fünf Uhr des Nachmittages fuhr ich mit meinem Bruder einkaufen. Wir wollten den letzten Abend des Zusammenseins meiner Familie mit einem Grillen genießen und benötigten dazu noch Pappteller. Außerdem hatte ich Hunger auf Chips...


Jedenfalls war in unserem Garten als ich zurückkam und denselben betrat eine große Menge Menschen versammelt. Sie alle wollten mit mir zusammensein an dem letzten Abend, den ich hier in Deutschland verbrachte. Auch meine besten Schulfreundinnen waren gekommen um sich von mir zu verabschieden und sie alle, also sowohl meine Verwandtschaft, als auch meine Beknnten und Schulfreundinnen, hatten Abschiedsgeschenke für mich vorbereitet.  Sicherlich ist klar, dass diese das benannte Ungleichgewicht meines Koffers verursachten, denn besonders drei liebe Mädchen, die mir unbedingt ein Geschenk für jeden Monat mitgeben mussten, sind daran Schuld, dass ich nun 70€ für das Übergepäck bezahlen darf. So handhabt es meine Fluggesellschaft. Wer mehr als 23kg mitnimmt, muss für 32kg zahlen, die er dann auch mitnehmen darf.
So viele schöne Geschenke, so viele liebe Abschiedsworte, über die ich mich sehr gefreut habe.
An dieser Stelle ein großes Dakeschön an alle.
Aufgrund des wunderbare sommerlichen Wetters, hatten wir viel Spaß, wie vielleicht auf einigen Bildern zu sehen ist. Ich hatte einen klaren Heimvorteil, denn als einzige hatte ich Badesachen. Alle anderen mussten mit dem vorlieb nehmen, was sie am Leib trugen. Und danach mit einigen meiner T-Shirts.
Bis Bald und bleibt voller Vorfreude auf meinen nächsten Post.
Anja 

Montag, 5. Juli 2010

Die Reise rückt näher

Ich weiß, dass ich nun schon seit längerer Zeit nicht mehr geschrieben habe, aber ich wollte auf den gegebenen Anlass warten. Wenn ich nichts zu berichten habe, schreibe ich auch nicht.
Aber ich denke, dass jetzt wieder ein zetpunkt ist, an dem ich meinen Blog wieder auf den neuesten Standpunkt bringen sollte, denn diese Woche scheinen gleich mehrere Ereignisse über mich herzufallen:
Letzte Woche Donnerstag habe ich dem Argentinischen Konsulat in Bonn zwecks meines Visums einen Besuch abgestattet. Ohne Visum nämlich kein Auslandsaufenthalt.  Generell ist dazu nichts beonderes zu erzählen.
Ein Tag schulfrei wurde mir zugesprochen, da das Konsulat den Termin (leider *hust*)  nur auf einen Morgen legen konnte. Es wurden mir verschiedene Dinge gesagt, die ich mitbringen musste, wie z.B. zwei Passfotos, meinen Reisepass und meine Eltern. Das Haus, das ich dann an dem Tag betrat, glich einer netten Villa. Nach etwas Wartezeit (wir waren ca. 40 Minuten zu früh) betrat ich zusammen mit einer netten Frau einen Raum mit einem Schreibtisch und einigen Stühlen. Wir setzten uns und musten einige Anträge ausfüllen, die für meinen Aufenthalt notwendig sind wie zum Beispiel eine Art Aufenthaltsbestimmung, die meine Eltern unterzeichnen mussten, damit ich in Argentinien ein- und auch ausreisen kann.
In etwa eine Stunde dauerte das Gespräch, an dessen Ende die wichtigste Frage gestellt wurde, die angesichts der Fußballweltmeisterschaft 2010 im Raum stand: Wier stehst du zu dem kommenden Spiel Argentinien gegen Deutschland, das am Samstag stattfinden wird?
Ich antwortete, dass ich mir nicht sicher sei, da Argentinien wohl doch eine starke Mannschaft ist, Deutschland aber auch...
Da lag ich wohl daneben. Das Spiel endete 4:0 für Deutschland und ich habe mein Visum.


Heute habe ich ,wie eigentlich jeden Tag, meine Mails gecheckt und htte zwei Mails mit Facebook-Freundschaftsanfragen im Postfach. Von zwei sympathisch aussehenden Mädels, die ich aber dennoch nicht kannte. Ich schaute mir ihre Profile an und ihr Wohnort ließ mich innehalten:
Cordoba, Argentinien. Nach etwas eingehenderer Recherche wurde mir klar: Die beiden sind meine Gastschwestern. Juhuuuuuuuuuuuuuuuuu!!!! Jetzt weiß ich, mit wem ich die nächsten zehn Monate verbringen werde! Da hat mich meine Gastfamilie wohl schneller gefunden als der Brief der Organisation...
Ich scheine zwei Gastschwestern zu haben. Valentina und Carolina. Meine Gasteltern heißen José und Edith. Ich freue mich schon darauf, alle näher kennen zu lernen. Argentinien ich komme!
Ich werde mich dann spätestens nocheinmal melden, wenn ich in meiner Einführungswoche in Cordoba ein Internetcafé finde. Ach, der Flug rückt immer näher! Wenn ich richtig rechne, sind es nur noch zwölf Tage bis zum Flug. Bis dann!

Nachtrag :
Heute, einen Tag nach meinem gestrigen Post, habe ich auch von der Organisation die offiziellen Unterlagen mit meiner Platzierung per Mail zugeschickt bekommen. Wie berichtet habe ich zwei Gastschwestern, eine ältere, die im 2. Semester Politik studiert und eine jüngere, die jetzt das erste Jahr mit mir gemeinsam auf meine Schule in (umgerechnet) die 7. Klasse geht.
Das ist die Homepage der Schule, die die jüngere Schwester mir gezeigt hat:
http://www.sagradafamiliasj.edu.ar/

Meine Gastfamilie lebt in einem Einfamilienhaus mit kleinem Pool im Zentrum Córdobas.
Meine Gastmutter ist Krankengymnastin und hat eine eigene kleine Praxis im Haus, deshalb ist sie auch immer Mittags für mich erreichbar, mein Gastvater ist Angestellter in einer großen Firma.
Die Familie hat zwei kleine Hunde, worüber ich mich besonders gefreut habe, denn Hunde habe ich sehr gern.
Ich habe gestern Abend noch in etwa eine Stunde mit meiner neuen kleinen Schwester gechattet.
Ich danke allen, die es ermöglicht haben, dass es heute das Internet gibt!
Obwohl ich erst ca. 3-4 Monate Spanisch lerne, konnte ich mich mithilfe eines Onlinewörterbuches schriftlich doch sehr gut verständigen. Hoffentlich funktioniert das genauso gut, wenn ich mich wirklich sprechend verständigen muss...

Freut euch auf meinen nächsten Post.
Anja

Montag, 7. Juni 2010

Erster Post - Zur Vorbereitung

Es steht fest: Mein nächstes Schuljahr verbringe ich in Argentinien.
10 Monate lasse ich meine Familie, Freunde und den größten Teil meines Lebens hier in Deutschland hinter mir, um 10 Monate in einem fremden Land zu leben, eine neue Kultur kennen und vielleicht auch lieben zu lernen: Auch um eine neue Sprache kennen lernen und (fast) auf meinen eigenen Füßen zu stehen.
In Argentinien werde ich bei einer Gastfamilie in Cordoba leben. In welcher Familie genau steht noch nicht fest, ich werde es wohl aber noch vor meinem Flug am 17. Juli erfahren, aber ich denke, ich beginne ersteinmal von vorne.
Im Frühling letzten Jahres keimte in mir die Idee auf, dass ich das 10. Schuljahr meiner Gymnasiallaufbahn gerne im Ausland verbringen möchte. Wie wahrscheinlich jeder, der einen ähnlichen Einfall hat, ging ich zunächst die (ich nenne sie mal) typischen Länder für einen Austausch durch. Die USA, Großbritannien, Australien...
Daran denken wohl die meisten Schüler, wenn sie den Begriff "Auslandsjahr" hören.
Um mich näher über die verschiedenen Organisationen und Möglichkeiten zu informieren, besuchte ich die Jugendbildungsmesse. Dort habe ich mit verschiedenen Organisationen gesprochen, unter anderem auch mit der Organisation, die mir nun dieses Auslandsjahr ermöglicht und der ich dafür sehr dankbar bin:
Diese Organisation nennt sich "Partnership International e.V" oder kurz PI.
Ich wurde am Stand sehr nett begrüßt und habe mich mit den Vertretern der Organisation unterhalten. Ich weiß nicht mehr, wie genau es kam, aber am Ende des Gespräches stand es fest: Nicht die USA, England oder ähnliches sollten das Ziel meines Begehrens werden.
Ich wollte nach Argentinien. Zu diesem Zeitpunkt sprach ich noch kein einziges Wort Spanisch, doch mir wurde mitgeteilt, das das für dieses Programm wohl auch nicht nötig sei.
Also bewarb ich mich voller Schwung und Entschlossenheit, was neben einem halbwegs gutem Zeugnis und Offenheit gegenüber Anderen mit Sicherheit gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung sind.
Mein Vorstellungsgespräch in Köln absolvierte ich recht erfolgreich. Ich betrat einen Raum, mit in einem Viereck aufgestellten Tischen, begrüßte die drei Vertreter der Organisation, wartete auf die anderen Teilnehmer des Gruppengespräches, die dann auch kamen und dann fingen wir an. Es wurde sich auf Englisch (meine Mitbewerber wollten allesamt in die USA) vorgestellt, ich durfte mich zwischen Spanisch und Englisch entscheiden, doch auf Grund der mangelnden Spanischkenntnisse entschied ich mich natürlich für eine englischsprachige Vorstellung.
Daraufhin sprachen wir über deutsche Geschichte. Da ich darin doch recht bewandert bin und mich noch ein wenig vorbereitet hatte, bereitete mir das keine Probleme. Es folgte ein kleiner Teil Geschichte zur USA und ein noch kleinerer zu Argentinien. Danach wurden uns verschiedene Flaggen gezeigt, denen wir ihre Länder zuordnen sollte, wobei ich kläglich scheiterte, aber das konnte ich noch nie.
Das Einzelinterview, das die Bewerbung abschließen sollte, verlief nicht perfekt, aber was tut das im wahren Leben schon. Ich ging mit einem guten Gefühl nach Hause, doch zweifelte natürlich an mir selbst. Sollte ich wirklich genommen werde? Alle Fehler schweifen einem durch den Kopf und erscheinen gegenüber der gut verlaufenen Dinge überdimensional groß.
Es folgten Wochen des Bangens, doch letztendlich flatterte ein Brief mit dem Symbol von PI auf dem Umschlag ein. Ich hatte es geschafft. es stand also schwarz auf weiß und ich konnte es lesen, denn es war wirklich: 10 Monate Argentinien sollten sich an dehn Abschluss der 9. Klasse anschließen.
Da mich mich zusätzlich zum Programm noch für ein teilstipendium beworben hatte, um meinen Eltern die finanzielle Last zu erleichtern, musste ich allerdings noch etwas länger warten, damit der stein vollkommen von meinem Herzen fiel, denn die Bewilligung der Teilstipendien fand erst im Dezember statt, doch pünktlich am 24. Dezember erhielt ich mein persönliches Weihnachtsgeschenk von PI. Das Teilstipendium war bewilligt.

Nachdem diese formellen Angelegenheiten geklärt waren, fand sich der Gedanke, dass ich nächstes Schuljahr nicht in Deutschland sondern in Argentinien sein würde, nicht mehr allzu häufig in meinem Kopf wieder.
Natürlich, zeitweise kam der Gedanke wieder, abends dachte darüber nach, wie es wohl sein wird und an einem dieser Abende fiel mir ein: In Argentinien spricht man Spanisch und das ist eine Sprache, die du nicht sprichst!
Das Problem ließ sich allerdings klären. Momentan besuche ich eine Spanischschule, zu der ich jeden Freitag nach der Schule hinfahre und dort 1 1/2 Stunden Unterricht zusammen mit einem Jungen, der ebenfalls sein Auslandsjahr in Argentinien verbringt, habe.
Während das Auslandsjahr nun immer näher rückt, kommen natürlich auch Zweifel auf, aber alles in allem blicke ich dennoch voller Zuversicht nach vorne.
Letztes Wochendende hatte ich mein Vorbereitungsseminar in Bad Honnef, ein ganzes Wochenende Workshops nahezu ohne pause, aber jetzt fühle ich mich sicherer.
Ich hoffe, dass ich durch die dort erhaltenen Informationen nur in jedes zweite und nicht in jedes Fettnäpfchen trete, das meinen Weg kreuzt.
Alles in allem freue ich mich, trotz gelegentlicher Zweifel über einen reibungslosen Ablauf, auf mein Auslandsjahr, die Vorbereitungszeit wird immer kützerm diese Woche noch erhalte ich wahrscheinlich die Unterlagen zum Visum und werde dann wohl der argentinischen Botschaft einen Besuch abstatten.
Bis dahin wünsche ich viel Freude beim Warten auf den nächsten Post.

Edit: Ich habe jetzt herausgefunden, wie ich einen Besucherzähler hinzufügen kann.
 Leider sind alle Besucher, die vor dem Einfügen desselben auf meinen Blog gestoßen sind nicht darin aufgeführt. Also, klickt fleißig!

Besucherzähler Widget