Leider konnte ich mich nicht früher melden, was allerdings nicht am fehlenden Internet, sondern an der mangelnden Bereitschaft meines Laptops eine solche aufzubauen...
Und meine Schreibbegegeisterung an der Tastatur eines iPod touch auszuleben gestaltet sich als etwas schwierig, doch jetzt kann ich dank der Nächstenliebe einer neuen Freundin wieder Kontakt zu euch aufnehmen.
In dem folgenden Post werde ich euch meinen Flug und die ersten Eindrücke meiner neuen (fast) Heimat schildern.
Am Morgen meines Abfluges bin ich nach etwa zwei Stunden Schlaf mit geschwollenen Augen aber voller Vorfreude auf viele neue Eindrücke aus dem Bett gestiegen. Für meine Verhältnisse zeigte ich eine ungewöhnliche Menge an morgendlichem Elan. Meine Freunde wissen, dass es mir daran für gewöhnlich etwas mangelt. Wir fuhren verhältnissmäßig früh mit dem Auto nach Frankfurt ab, da der Samstag meines Fluges auch der erste Tag der nordrhein-westfälischen Sommerferien und damit Stautag war.
Obwohl ich also erst um 19:40 abfliegen sollte, saßen meine Eltern, meine Brüder und ich also um bereits elf Uhr in Erwartung einer von Stau gekennzeichneten Fahrt nach Frankfurt im Auto.
Wie sich vielleicht schon aus dem Tonfall des Textes entnehmen lässt, gerieten wir auf dem Weg zum Flughafen in keinen Einzigen Stau und waren damit viel zu früh am Ziel, wo wir dann gemeinsam bis fünf Uhr auf den Beginn des Einchecken warten durften.
Wie erwartet lief bei mir alles planmäßig und ohne weitere Verschiebungen ab.
Der Abschied von meiner geliebten Familie viel mir schwer und mir kommen bis jetzt noch Tränen in die Augen, wenn ich an diesen denke, obwohl ich natürlich weiß, dass ich sie in spätestens zehn Monaten leibhaftig und währenddessen zumindest via Internet zu Gesicht bekommen werde.
Bereits beim Einchecken habe ich die ersten Jugendlichen meiner Organisation gesehen, die ebenfalls nach Argentinien fliegen, getroffen und nach der Sicherheitskontrolle begegneten wir uns dann wieder.
Wir schienen, wie zumindest ich denke, alle etwas mitgenommen von dem Abschied, auch wenn in diesem Fall ein Abschied auch einen neuen Anfang bedeutet.
Drei von uns kamen mit leichter Verspätung aus Berlin angeflogen, um von Frankfurt aus ihre Reise mit uns nach Madrid fortzusetzen. Auch hier Verlief alles planmäßig und wir alle hoben um acht Uhr vom deutschen Boden ab, um uns zu neuen Ufern zu begeben.
Das Flugzeug, ein A340 der Fluggesellschaft LAN Chile, war den Umständen entsprechend bequem und ich bin froh, dass ich in diesem die erste größere Flugerfahrung meines Lebens gemacht habe.
Was ich am Fliegen am meisten Schätze ist, wie ich denke, der Start und die Turbulenzen. Anderen Personen wird schlecht, wenn sie nur an solche Situationen denken, ich liebe das Gefühl des Fallens und wieder aufgefangen werdens. Es macht regelrecht süchtig.
Eigentlich habe ich die seit ich klein war immer bisweilen wiederkehrenden Fall-Träume immer gehasst, doch das Fliegen bereitet mir trotz leichter Höhenangst keine Panik.
Hoch über den Wolken abgelöst vom Rest der Welt und am liebsten mit Fensterplatz könnte ich Stunden zu bringen. Immer wieder fallend um steigend.
Aber ihr leidet wiedere unter meinen euch wohlbekannten Abschweifungen, zurück zum eigentliche Thema:
Dem verlauf meinhes Fluges, zudem sich nicht viel weiteres erzählen lässt.
Alles verlief planmäßig. In Madrid verließen wir unser Flugzeug für eine Stunde, damit sowohl dieses als auch meine Gruppe auftanken konnten. Dann überquerten wir nachts mit Decken und Kissen von der Fluggesellschaft ausgestattet den Ozean, der Europa von Amerika trennt. Diesen Flug habe ich dank Oropax nahezu in seiner gesamten Länge verschlafen. Von den elf Stunden flug habe ich nur drei mitbekommen und in diesen habe ich mir den Film "Being John Malkovich" angeschaut. Während dieses Fluges hatte jeder seinen eigenen Fernseher, mit welchem er Filme schauen, spielen und Musik hören konnte, was ich auch während des Schlafens getan habe.
Nur einmal gerieten wir in Turbulenzen, von denen ich indirekt auf Grund einer Anschnallempfehlung aufwachte. Aber besagte Turbulenzen wiegten mich im Takt der Musik schnell wieder in den Schlaf.
Nach der Landung in Santiago de Chile erfuhren wir durch Nachfragen bei der Fluggesellschaft, dass unser Flug wohl in etwa zweieinhalb Stunden verspätung haben wird. Eine sehr nette Frau erklärte uns in freundlichem Spanisch und seeeeeehr langsam, dass wir auf Kosten der Fluggesellschaft in einem betsimmten Restaurant Essen gehen könnten, was wir dann auch taten.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits die "Schinken-Käse-Schmerzgrente überschritten" und sie wurde durch das Schinken-Käse-Sandwich im Restaurant auch nicht gerade höher gelegt. Essbar war es dennoch.
Nach dem Flug von Santiago nach Córdoba, Argentinien, der letztendlich mit ca. drei Stunden verspätung ankam, mussten wir durch die "Migracion", an der es keine wirklich großen Probleme gab und dann unsere Koffer abholen. Der Koffer eines mitreisenden Jugendlichen war abhanden gekommen.
Trotzdem: Letztendlich haben wir es am 18. Juli gegen vier Uhr geschafft, den Flughafen Córdoba zu verlassen und meine Füße das erste Mal meines Lebens über festen, argentinischen Boden laufen zu lassen.
Der Boden, auf dem ich die nächsten zehn Monate verbringen werde.
Eine freundliche Mitarbeiterin von SET ( meiner Partnerorganisation) mit nahezu perfekten deutschkenntnissen, holte uns vom Flughafen ab und wir alle fuhren mit dem Bus zum Hotel, in dem unsere Einführung in Kultur und Sprache stattfinden sollte.
Als wir ankamen, erfuhren wir, dass wir mit unserem Flug wirklich Glück hatten, denn die Schüler der beiden anderen Organisationen (Open Doors und GLS) hatten entweder den Flug verpasst, steckten in Urugay oder Brasiilien fest oder waren schlicht und einfach ganz verschollen.
Doch, welch ein Glück, lässt sich jetzt mitlerweile sagen, dass wir allesammt wohlbehalten und mehr oder weniger Vollständig (vier Schüler hatten keinen Koffer mehr, doch spätestens heute sind alle wieder aufgetaucht) hier im Hotel angekommen.
Ich hatte bereits einige Spanischstunden, denn wir lernen hier vier Stunden am Tag und auch in der ersten Woche bei meiner Gastfamilie werde ich noch nicht die reguläre Schule besuchen, sondern weiterhin nur Spanischunterricht erhalten. Was für Wochen!
Jedenfalls ist es hier gerade Winter und ich friere mir bei tagsüber 15° und nächtlichen 5° langsam den A***h ab. Nächste Woche solle es wieder wärmer werden und ich danke Jesus, Buddha und Spongebob herzlich dafür. Nach dem morgendlichen Spanischunterricht haben wir heute eine Stadtrundfahrt durch Córdoba unternommen. Nur um Isa und Mariechen einige Bilder zu zeigen habe ich die Qual auf mich genommen und habe in einer kurzen Pause unter gequältem Gesichtsausdruck eine der hier wie Sand am Meer verstreuten Kirchen betreten. Ich erwarte Applaus, der bis nach Argentinein dringt, meine Lieben!
Jetzt habe ich euch nach diesem erschöpfenden Wortschwall fast alles mitgeteilt, was ich euch mitteilen wollte. Ich hoffe ihr freut euch auf meinen nächsten Post.
PS: Nachdem mich hier jemand auf mangelnde Rechtschreibung und Zeichensetzung hingewiesen hat, möchte ich noch mitteilen, dass diese nicht Zeichen mangelnden Verständnisses für dasselbe sind sondern rein stilistischen Zwecken dienen. Danke
Hallo Anja, schön von deinen ersten Abenteuern zu hören und dass es Dir gut geht. Dank an die Freundin, die dir die Möglichkeit gegeben hat. Wünsche Dir viele weitere schöne Erlebnisse und drücke dich ganz doll..
AntwortenLöschenHdgdl
Mama
Hey....Schön das du gut angekommen bist =)
AntwortenLöschenUnd Spongebob hat dir dabei geholfen^^
Mariechen wird diese Bilder vorerst wahrscheinlich nicht zu Gesicht bekommen,da sie gerade auf dem Weg nach Schweden ist,also war die ganze Qual umsonst xD
Naja,viel Spaß noch
Hdl
Kathi
ich freu mich auch das du gut angekommen und das ihr relativ wenig komplikaTIONEN HATTET ich wünsche dir auch weiter hin ganz viel spaß. fühle dich ganz fest gedrückt.
AntwortenLöschenLiebe Grüße aus dem warmen d-land
hdl
Isa
Ps:die qualen waren nicht umsonst das Foto der Kirche ist wunderschön
Sehr nett geschrieben, meine Liebe. Dafür hab ichs dir doch gerne geliehen. ;) Machen wir zur Not auch nochmal. :P Auch unsere schöne Nacht am Kamin. :P Tolle Fotos (komisch ich hab fats die gleichen), aber ja alles sehr schön hier. gleich gehts übrigens weiter... du Schlafnase ;)
AntwortenLöschenHey Anja
AntwortenLöschenIch freu mich, dass du glücklich angekommen und nicht verschollen bist :)
Und auch, dass dein Koffer mit dir mitgekommen ist :)
Auch wenn du Winter hast, bekommst du ganz viel Wärme zugeschickt !
Viel Spaaaaaß noch in der "Einführungswoche" :)
<hsllokleine Schwester...vermisse dich, hoffentlich geht es dir gut, jetzt bist du wenigstens mal geflogen, ich noch nie...hoffe mein Computer läuft bald wieder, so dass wir auch über Skype mal reden können...
AntwortenLöschenDein Gigi
Also mir ist bisher nur ein Fehler aufgefallen (das wird dich jetzt warscheinlich eher weniger wundern).
AntwortenLöschensonst bleibt mir eigentlich nur zu sagen :
-schön dass du nicht abgestürtzt bist
-viel spaß in cordoba
-versuch auch weiterhin dir keine Verletzungen zuzuziehen und am Leben zu bleinben !
hi
AntwortenLöschenalles klar bei dir
du hast ja gesagt das du briefe haben möchtest !!!
in ein paar tagen wird wahrscheinlich einer ankommen
wie gefählt es dir außerdem in deiner gastfamilie
ok bis dann